Bärlauch

In den letzten Woche gab es ihn wieder im Wald und auf dem Ökomarkt: Frischen Bärlauch. Er ist ein Hochgenuss für mich, z.B. in Form von Pellkartoffeln mit Bärlauchquark, Pasta mit Bärlauchpesto oder Bärlauch-Butter.
Bärlauch gehört zu den Lauchgewächsen, ist also eng mit Schnittlauch, Knoblauch und Lauch verwandt und ihnen damit auch aromatisch sehr ähnlich. Sie enthalten so genannte Sulfide, die viele gesundheitliche Wirkungen entfalten. Sie können z.B. Entgiftungsprozesse im Körper anregen oder antibiotisch, also gegen verschiedene Krankheitserreger wirken. Also eine echte „Detox“-Pflanze.
Das meiste Aroma haben die grünen Blätter natürlich bei rohem Verzehr. Die Blätter werden gewaschen und möglichst frisch verarbeitet. Fein geschnitten eignen sie sich zum Aromatisieren von Öl, Frischkäse, Schafskäse, Quark und Butter. Ein paar Blätter sind ein pikantes I-Tüpfelchen im Blattsalat, auch im Kartoffelsalat, in Pfannkuchen oder in einer cremigen Bärlauchsuppe. In Suppen, Eintöpfe oder Saucen gibt man den feingeschnittenen Bärlauch erst am Ende dazu, damit möglichst viel Aroma erhalten bleibt.
Wer das aromatische Gewächs auch nach der Saison noch genießen möchte, kann Bärlauch problemlos einfrieren. Hierfür die Blätter waschen, trockentupfen und entweder im Ganzen oder klein geschnitten im Gefrierbeutel einfrieren. Der Bärlauch hält sich so rund sechs Monate. Bärlauchbutter und Pesto lassen sich ebenfalls wunderbar einfrieren und können viele Gerichte mit seiner einzigartigen Würze verfeinern.
Übrigens: Der Geruch von Bärlauch ist weniger hartnäckig als der von „echtem“ Knoblauch. Um eine unangenehme „Knoblauchfahne“ braucht man sich also keine Sorgen zu machen.